Auflösung Jugendamt Bremen geplant
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- Kategorie: * Zukunft Kinder- u. Jugendhilfe (D)
- Erstellt am Mittwoch, 14. März 2012 10:15
- Zuletzt aktualisiert am Samstag, 17. März 2012 19:49
- Geschrieben von ms
Kollege Böwer (DBSH) schickt heute folgende mail:
Liebe KollegInnen,
sehr geehrte Damen und Herren,
vielen von Euch und Ihnen werden auf buten un binnen oder in der Presse den Bericht zur geplanten Auflösung des Bremer Jugendamtes (AfSD) gesehen bzw. gelesen haben.
Ich habe dazu soeben in meiner Funktion als DBSH Landesvorsitzender folgende Stellungnahme abgegeben:
Für den Deutschen Berufsverband f. Soziale Arbeit in Bremen kritisiere ich aufs Schärfste die Pläne der Senatorin, die Fachbehörde aufzugeben. Weder ist das Verfahren - ohne politischen und ohne Fachdiskurs im Hinterzimmer so einen Schritt zu beschließen - noch die Sache selbst zu akzeptieren. Zwar hatte auch der Fall Kevin gezeigt, dass Doppelstrukturen in Bremen der Fachlichkeit nicht unbedingt förderlich sind. Doch ist fraglich, ob Fachlichkeitsgesichtspunkte überhaupt im Blick waren. Denn das Bremer Amt hatte nach Kevin gerade erst begonnen, die vorhandene Fachlichkeit wieder ins Zentrum zu rücken. Was für eine Botschaft transportiert dann diese Entscheidung? Stellenabbau und erneute Strukturreform schaffen Verunsicherung - wer aber "den Hut auf" hat, trägt auch die fachliche Verantwortung. Sonst ergibt sich bald neues Einsparvolumen. Senatorin Stahmann steht als Nachfolgerin Röpke-Hartwig'scher Fehlsteuerung, in dessen Folge Kevin starb, auch in der moralischen Verantwortung, die Fachlichkeit zuerst, dann Strukturaspekte zur Maßgabe ihres Handelns zu machen!
Kollegiale Grüße
Michael Böwer






